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Freiwilligenkoordination / Zueinander freiwilliges Engagement und Hauptberuf

Diese Themengruppe beschäftigt sich mit dem Verhältnis von freiwillig Engagierten und Hauptberuflichen. Wie gelingt die Koordination der Freiwilligen in einem spezifischen Bereich? Wo sind Gemeinsamkeiten zwischen den Gruppen, wo liegen Unterschiede und wie kann man ein gemeinsames Arbeiten auf Augenhöhe verwirklichen?

Thesen für die weitere Diskussion

  1. Freiwilligenkoordination ist ein prozessorientiertes Vorgehen, bei dem sich eine Organisation (z.B. eine Pfarrei, ein Verband, eine kirchliche Einrichtung) den Motivationen, Erwartungen, Bedürfnissen und Kompetenzen von freiwillig Engagierten öffnet und diese annimmt.
  2. Es geht nicht darum, Aufgaben zu verteilen, sondern Menschen zu befähigen, Ihre Charismen zu entdecken und gleichzeitig dabei zu unterstützen,  diesen Charismen  im Engagement Ausdruck zu verleihen.
  3. (hauptberufliche oder freiwillig engagierte) Freiwilligenkoordinatoren und Freiwilligenkoordinatorinnen sind Ausdruck einer Kirche, die Talente entdeckt, stärkt und zum Wohl der Menschen wirksam werden lassen möchte.
  4. Die Aufgabe hauptberuflich Tätiger liegt darin,  Menschen in ihrem freiwilligen Engagement zu unterstützen, für attraktive Rahmenbedingungen zu sorgen und Mitverantwortung zu ermöglichen.
  5. Ein gutes Miteinander zwischen hauptberuflich Tätigen und freiwillig Engagierten lebt von einer gegenseitigen Wertschätzung und Unterstützung. Sie realisieren nur gemeinsam die Sendung der Kirche.

 

Rückblick auf die Hearings im Sommer 2021

These: Gelingendes freiwilliges Engagement ist eine Win-win-Situation.

Frage: Wie kann eine verlässliche Anspürechperson Ihr freiwilliges Engagement gewinnbringend unterstützen?

Diskussion:
Die Themengruppen „Freiwilligenkoordination“ bewerteten eine Freiwilligenkoordination für jede Pfarrei als notwendig und fordern eine enge Anbindung an das Team der hauptberuflich Tätigen. Dabei soll eine Unterstützung von hauptberuflicher Seite stattfinden, ohne dass es zu einer Konkurrenzsituation zwischen diesen Tätigkeitsformen kommt. Die sogenannte „Closed-Shop-Mentalität“ soll aufgebrochen und die Sensibilität für Impulse von innen und außen muss erhöht werden. Geeignete Qualifizierungsangebote und eine Art „Aufgabenkatalog“ sind wünschenswert, die Vernetzung im kirchlichen Raum über die Grenzen der eigenen Pfarrei hinaus muss erhöht werden. Die Teilnehmenden wünschen sich eine spirituelle Anbindung und thematisieren die grundsätzliche Haltung einer wertschätzenden Kommunikation unter- und miteinander.

Ihr Ansprechpartner

Martin Schroer

Fon 0251 495-6108
schroer-m(at)bistum-muenster.de