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Zukunft freiwilligen Engagements

Wie müssen die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement in unserem Bistum zukünftig gestaltet sein, damit Menschen sich gut engagieren können? Das Projekt "Zukunft freiwilligen Engagements im Bistum Münster" soll dieser Frage nachgehen und die seit 2002 gültigen "Leitlinien für das Ehrenamt" überarbeiten. 

Zu unterschiedlichen Themengebieten wie "Grundlagen freiwilligen Engagements", "Freiwilligenkoordination/Zueinander Hauptberuf und freiwilliges Engagement", "Qualifizierung und Fortbildung", "Engagementfreundliche Kultur" sowie "Lernen aus Corona" haben sich Themengruppen gebildet, die mit freiwillig Engagierten wie auch hauptberuflich Mitarbeitenden der Kirche besetzt sind.

"Aufgemerkt" - Handreichung für selbst organisierte Austauschrunden

Es ist wichtig, eine möglichst breite Verständigung darüber zu erzielen, was freiwilliges Engagement im Jahr 2021 bedeutet und wie die Kirche es fördern kann oder sollte. Deswegen hat es im Juni regionale Hearings gegeben, bei denen sich alle Interessierten per Videokonferenz einbringen konnten. Da wir möglichst vielfältige Einschätzungen und Anregungen von hauptberuflich und freiwillig Engagierten in die Überarbeitung einfließen lassen wollen, bieten wir jetzt auf einem weiteren Weg die Möglichkeit zur Beteiligung an: Selbst organisierte Austauschrunden. 

Wir möchten Gruppen und Gremien dazu motivieren, sich über die Fragen eines zukunftsfähigen freiwilligen Engagements auszutauschen, Anregungen zu geben und Kritik zu äußern. Es geht um zwei Grundanliegen:

  • Was braucht es, um sich freiwillig zu engagieren?
  • Was kann Kirche tun, um attraktiv für freiwilliges Engagement zu werden und zu bleiben?

 

Kommen Sie miteinander ins Gespräch und geben Sie uns dazu eine Rückmeldung. Mit den Ergebnissen der Rückmeldungen arbeiten die Themengruppen dann weiter.

Die Handreichung soll eine Hilfestellung für selbst durchgeführte Austauschrunden zum Thema „Zukunft freiwilligen Engagements“ sein. Sie ist als solche zu verstehen: Nutzen Sie, was Ihnen hilfreich erscheint! Wenn Sie Rückfragen zu Ablauf oder Material haben oder in anderer Weise Unterstützung wünschen, melden Sie sich gerne.

Handreichung im PDF-Format | Powerpoint-Präsentation

Digitale Hearings: Freiwillig Engagierte melden sich zu Wort

Bei drei regionalen Hearings zur Zukunft des freiwilligen Engagements in unserem Bistum haben rund 130 Teilnehmende ihre Erfahrungen geteilt: Ältere und Jüngere, hauptberuflich Tätige und natürlich die vielen freiwillig Engagierten mit ihren unterschiedlichen Einsatzfeldern, Themen und Fragen tauschten sich in verschiedenen Themengruppen zu Aspekten rund um das Thema freiwilliges Engagement aus.

So wurde in der Themengruppe „Grundlagen freiwilligen Engagements“ nach den Rahmenbedingungen gefragt, die freiwilliges Engagement möglich machen und gelingen lassen. Die Teilnehmenden markierten dabei unter anderem Bedarfe hinsichtlich der hauptberuflichen bzw. professionellen Begleitung und dem klaren Benennen von Anforderungen wie auch von Entscheidungs- und Kommunikationsstrukturen. Auch die Notwendigkeit von Fortbildungangeboten zu engagementfreundlichen Zeiten und das Thema einer Aufwandsentschädigung bei Aufgaben mit besonderer Verantwortung wurden angesprochen.

Professionelle Begleitungs- und Koordinationselemente waren auch ein Kernaspekt in der Gruppe „Freiwilligenkoordination“. Wichtig war den Anwesenden dabei, dass freiwillig Engagierte durch das hauptberufliche Team in Pfarrei, Einrichtung oder Verband unterstützt werden und dass keine Konkurrenzsituation zwischen beruflichem und freiwilligem Engagement entsteht.

Eine weitere Gruppe befasste sich mit dem Bereich der Qualifizierung und Fortbildung freiwillig Engagierter und diskutierte neben der Frage, wie entsprechende Fortbildungsmöglichkeiten bekannt gemacht werden, auch, für welche Art von Engagement Fortbildungen notwendig seien und wer diese finanziere.

Was muss passieren, damit freiwilliges kirchliches Engagement attraktiv ist und bleibt? Mit dieser Frage setzte sich eine weitere Themengruppe im Rahmen der Hearings auseinander. Eine Antwort darauf lautete: die Eigenständigkeit fördern und den Aufgaben- und Entscheidungsbereich von Freiwilligen klar definieren. Auch eine bessere Vereinbarkeit mit familiären oder beruflichen Verpflichtungen sowie weniger bürokratische Hürden wurden angemahnt. Wertschätzung für das eigene Engagement war außerdem ein zentraler Faktor, der nicht selten vermisst wird.

Schließlich befasste sich eine letzte Themengruppe mit den Lehren aus Corona und den Auswirkungen der Pandemie auf das freiwillige Engagement. Einig waren sich die Teilnehmenden, dass sich im Verlauf des vergangenen Jahres neue Formen der Kommunikation etabliert haben, die weiter gepflegt werden sollten, z.B. regelmäßige Informationsmails oder Newsletter. Der durch Corona ausgelöste Digitalisierungsschub habe auch das freiwillige Engagement erfasst und erfordere nun, dass beispielsweise die technische Ausstattung den neuen Gegebenheiten und Erfordernissen angepasst werden müsse.

Die gesammelten Rückmeldungen aus den Hearings werden nun vom zuständigen Projektteam ausgewertet. Dieses entwickelt daraufhin Maßnahmenempfehlungen, die dem Lenkungsgremium des Projekts zur Entscheidung vorgelegt werden. Dem Lenkungsgremium gehören u.a. Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp und Verwaltungsdirektor Dr. Ralf Hammecke sowie weitere Personen aus der Leitungsebene des Bistums an.

 

 

Zeitstrahl des Projekts

  • September 2020
  • Projektstart

    Der offizielle Projektstart erfolgt. Auftraggeber des Projekts ist Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp.

  • Dezember 2020
  • Veröffentlichung der Website

    Das Online-Portal für freiwillig Engagierte im Bistum Münster geht an den Start.

  • Januar 2021
  • Vorstellung im Diözesanrat

    Das Projekt wird den Mitgliedern des Diözesanrates vorgestellt.

  • Januar 2021
  • Das Team

    Die Mitglieder des Projektteams sind benannt.

  • Februar 2021
  • Erste Sitzung

    Das Projektteam kommt zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.

  • Frühling 2021
  • Zweites Treffen des Projektteams

    Im Fokus stehen die Arbeitsweise und die Besetzung der Themengruppen.

  • Frühling 2021
  • Arbeit in den Themengruppen

    Die Themengruppen nehmen ihre Arbeit auf.

  • Sommer 2021
  • Hearings

    Die regionalen Hearings finden statt. Freiwillig Engagierte erzählen von ihren Erfahrungen, ihrer Praxis und den damit verbundenen Bedarfen und Notwendigkeiten.

  • Herbst 2021
  • Entwurfsphase

    Erarbeitung eines Entwurfs, Vernetzung, Austausch, Diskussion, Rückmeldungen sammeln.

  • November 2021
  • Verabschiedung und Veröffentlichung

    Diözesanrat und Diözesankomitee verabschieden die Leitlinien. Bischof Felix setzt sie in Kraft.

  • Januar 2022
  • Geschafft!

    Die Leitlinien sind in der Fläche des Bistums Münster bekannt.